Die Geschichte der MÖVE – Eine Zeitreise

Die Geschichte der MÖVE – Eine Zeitreise2017-04-22T12:02:11+00:00

1894

Grundstein unserer heutigen MÖVE: Die Gründung der Firma Gustav Walter & Co. und bald danach Beginn der Fahrradproduktion und Eintragung der Marke „MÖVE“.

1937

Das 500.000 Fahrrad wird hergestellt.

1955

Das 1.000.000 Fahrrad wird hergestellt.

1961

Das Ende der Fahrradproduktion bei ungefähr 1.250.000 produzierten Rädern. Schrittweise werden Kfz-Zubehörteile, wie Lenkgestänge, Bremsdruckschläuche produziert. Mitte der 60er wurde der MÖVE-Schwingsitz als erster zentral gefederter und stoßgedämpfter Fahrersitz entwickelt und bis 1989 in den unterschiedlichsten Ausführungen in Serie für alle DDR-Nutzfahrzeuge produziert.

1992

Lutz Bomberg und Jochen Schulze erarbeiten ihr Konzept zur Weiterführung der Sitzproduktion der MÖVE GmbH und kaufen im Anschluss das Unternehmen von der Treuhandgesellschaft.

1994

Im Februar wird die MÖVE SPORTSCRAFT Fahrzeugsitze GmbH beim Amtsgericht Mühlhausen angemeldet. Gesellschafter und Geschäftsführer sind Peter Bartl aus München, Lutz Bomberg und Jochen Schulze aus Mühlhausen.

Am 1. März begannen wir auf dem Gelände Schadeberg, im ehemaligen Garagen-Komplex, Feuerwehranbau und Verwaltungsgebäude die ersten Sitze zu produzieren.

Die ersten Lieferungen erfolgten an die Firmen IKARUS in Ungarn, Jelcz in Polen, LIAZ und TATRA in Tschechien, Robur in Zittau und an diverse Omnibusbetriebe. Im Oktober stellten wir uns zur „aaa`94“ in Berlin erstmals einem interessierten Publikum. Zum Ende des Jahres begann die Serienproduktion von Sitzbänken für einen Kleinbus der Firma Hyundai Deutschland.

1995

Wir konnten die Serienproduktion um luftgefederte Sitzfüße für Ssangyoung, Korea erweitern und waren als Aussteller in Großbritannien auf der Messe in Birmingham.

1996

Im September erfolgte die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 von der DEKRA und wir stellten auf der AMI in Leipzig und der IAA in Hannover aus.

1997

In diesem Jahr waren wir Aussteller auf der Automechanika in Peking.

1998

Im Juli beendete Herr Bartl seine Tätigkeit in unserem Unternehmen und alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer blieben Jochen Schulze und Lutz Bomberg zu gleichen Teilen. Zum 1. September änderte sich der Unternehmensname in den heute bekannten „MÖVE Fahrzeugsitze GmbH“.

In diesem Jahr kauften wir das Nachbargrundstück von der Stadt Mühlhausen, einschließlich des ehemaligen Heizhauses und der Umformerstation. Der schlechte Zustand der Gebäude machte eine umfassende Sanierung nötig, welche wir von November 1998 bis Februar 1999 mit dem Umbau des Heizhauses zum neuen Zentrallager begannen.

1999

Am 1. März feierten wir unseren 5. Jahrestag. Wie in den Jahren zuvor waren wir in diesem Jahr wieder Aussteller auf der AMI in Leipzig.

Im Oktober wurde der 2. Bauabschnitt fertiggestellt und aus der Umformerstation wurde die neue Montagehalle.

Zum Ende des Jahres folgte der Umbau der Produktionshalle einschließlich der Schweißerei.

2000

Seit dem Jahr 2000 sind wir Ausbildungsbetrieb und bieten Industriekaufleuten und Industriemechanikern diese Ausbildungsberufe an.

2001

Ab Juli lieferten wir an Siemens AG Krefeld Fahrersitze und Kopfstützen für die Triebzüge DESIRO UK SWT, FGE, England. Im Dezember folgten Lieferungen von Fahrersitzen und Beimannstühlen für Loks BR 146 und BR 185.

2002

Im April gründeten wir die MÖVE PKW-Sitze GmbH als Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft und 100%ige Tochter der MÖVE Fahrzeugsitze GmbH. Das Unternehmen kümmerte sich um den Vertrieb der PKW-Sitze für TH!NK in Norwegen.

Im Mai schlossen wir einen neuen Vertrag mit der Siemens AG München, über die Lieferung von Fahrersitzen und Beimannstühlen für die Lokomotiven der Baureihe BR 189. Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die planmäßige Lieferung von insgesamt 1700 luftgefederten Beifahrersitzen für MB- und IVECO-Lastkraftwagen.

2003

Im Jahr 2003 erhielten wir unsere erneute Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000.

Unsere Anschrift änderte sich im Zuge der örtlichen Baumaßnahmen in die Gustav-Walter-Straße 5 und erinnert so an den früheren Gründer der Firma Gustav Walter & Co. Alle Mitarbeiter packten im Rahmen eines Frühjahrsputzes mit an, um nach Abschluss der Straßenbauarbeiten die Außenanlagen in Schuss zu bringen.

Im März wurde ein weiterer Teil der Sanierung und Rekonstruktion abgeschlossen. Sanitär-, Garderoben- und Aufenthalts-Räume, Leergutlager, Parkplatz, Verkehrsflächen, Einfriedung des Firmengeländes und die Instandsetzung der Fassade des Produktionsgebäudes wurden fertiggestellt.

Auch wirtschaftlich ging es weiter voran. Im Jahr 2003 begannen wir mit der Direktlieferung von Fahrersitzen nach China für die U-Bahn „Metro Guangzhou II“ und später die Fahrersitze der U-Bahnen „Metro Shanghai“ und „Metro Shenzhen“.

2004

Am 1. März feierten wir unseren 10. Jahrestag.

Im September 2004 wurde die MÖVE PKW-Sitze GmbH mit der Muttergesellschaft verschmolzen und unsere technischen Möglichkeiten erweitert. Seit dieser Zeit können wir 3D-Konstruktionen mit SolidWorks umsetzen.

In diesem Jahr entwickelten und produzierten wir Fahrer- und Beifahrersitze für Militärfahrzeuge unter anderem für das Fahrzeug „Mungo“.

2005

In diesem Jahr bauten wir unsere Produktion mit laufenden Verträgen aus und modernisierten das 1. OG des Verwaltungsgebäudes.

2006

Wir erwarben unsere Erlaubnis zum Schweißen von Schienenfahrzeugteilen nach der DIN 6700-2 und wir entwickelten und produzierten ab 2006 Spezialsitze für militärische Sonderfahrzeuge und verschiedene Simulatoren.

2008

Im September erhielten wir die Zertifizierung für den russischen Markt nach GOST-Norm. Es folgte die Lieferung für das Projekt „Velaro RU300“ von SIEMENS.

Auch gelang uns der Markteinstieg bei Bombardier und der Fa. Alstom in Frankreich. Drei Projekte nahmen wir in Angriff, u.a. das Projekt „REGIOLIS“, welches eine erhebliche Neuentwicklung von Baugruppen und -teilen mit sich brachte.

Weiter lieferten wir verstärkte Sitze und Sitzfüße speziell für die schwierigen Bedingungen in Norwegen und Dänemark.

2009

Neben der erfolgreichen Zertifizierung und Erfüllung der Anforderungen nach der Schweißnorm DIN EN 15085-2 mit der Zertifizierungsstufe CL2, feierten wir am 1. März 2009 unseren 15. Jahrestag.

Parallel stellten wir uns der Zertifizierung nach der Bahn-Norm IRIS Revision 01/2007 und erlangten das entsprechende Zertifikat der DEKRA.

Auch produzierten wir in diesem Jahr 1700 Fahrer- und Beifahrersitze für den in Finnland produzierten Elektro-Kleinwagen der Marke TH!NK.

Im Oktober wurden wir Q1-Lieferant der Deutschen Bahn und erfüllten damit die höchsten Qualitätsansprüche für Erzeugnisse im Schienenfahrzeugbereich.

Im November begannen wir die Entwicklung eines Fahrersitzes mit Bedienkonsolen, Steuerelementen und vollständiger Verkabelung als einbaufertige Systemeinheit für Straßenbahnen.

Zum Ende des Jahres schied Jochen Schulze aus Altersgründen als Gesellschafter und Geschäftsführer aus, stand jedoch als Berater weiter zur Verfügung.

2010

Zu Beginn des Jahres übernahm Silvio Bomberg die freien Anteile und wurde neuer Gesellschafter und Geschäftsführer. Auch ging die Rekonstruktion und Erweiterung der Produktionshalle weiter und ein neuer Anbau wurde errichtet.

Im März schlossen wir einen Rahmenvertrag mit Bombardier Wien zur Produktion und Lieferung von Fahrersitzen für Straßenbahnprojekte der Baureihe „Flexity II“. Mit der ortsansässigen Firma Karosseriewerk Ostermann entwickelten und produzierten wir gemeinsam Bestuhlungen für verschiedene Untertage-Fahrzeuge.

2011

 Ab 2011 produzierten wir Fahrersitze für den „DESIRO RUS“ auf der Basis eines Rahmenvertrages mit Siemens. Im April nahmen wir Geschäftsbeziehungen mit Bombardier England in Derby auf. Wir entwickelten und lieferten an diese Firma Fahrersitze für diverse Regionalzugprojekte.

Das Fußballspiel mit unserem Partner Dick&Dick GmbH brachte viel Spaß, und die bittere Niederlage war beim anschließenden „Bratwurstgrillen“ schnell vergessen.

Weiter folgten in diesem Jahr Verträge mit Bombardier Nordamerika, Kanada am Standort in Thunder Bay, für die Entwicklung und Produktion des Fahrersitzes für die Straßenbahnen „TTC LERV“ in Toronto. Zum Ende des Jahres folgten Rahmenverträge mit SIEMENS zur Produktion und Lieferung von Fahrersitzen für den „Velaro Eurostar“ und mit Bombardier Australien zur Produktion und Lieferung von Fahrersitzen für die Straßenbahn in Melbourne.

Zum Jahreswechsel erweiterten wir unsere Lagerhalle um einen Wareneingangsbereich und stellten zwei neue Büro-Container auf.

2012

Im März produzierten wir Fahrer- und Beifahrersitze für 50 Prototypfahrzeuge der Deutschen Post, für den Elektrofahrzeughersteller StreetScooter in Aachen. Weiter erhielten wir einen Auftrag von ALSTOM zur Lieferung von Fahrersitzen für die KZ8A in Kasachstan.

Im April des Jahres wurden wir nominiert für den Supplier Award „Our Stars for Rail Systems“ und erlangten den Titel „Outstanding Supplier“ von SIEMENS. Im Juni erneuerten wir die Zertifizierung nach der Bahn Norm IRIS Revision 02/2009.

Im August schlossen wir einen weiteren Vertrag mit Bombardier Nordamerika über die Lieferung von Fahrersitzen für die Straßenbahn „Metrolinx“ und später mit Siemens und Bombardier über die Belieferung von Fahrer- und Beifahrersitzen für den ICX.

2013

Ab April produzierten wir für STADLER Fahrersitze für die Projekte „Flirt New Generation“ und „Regio Shuttle“. Im Anschluss folgte der Vertrag mit Siemens über die Belieferung von Fahrer- und Beifahrersitzen für das Projekt „Sotschi-Olympiastadt“.

Im November entstanden neue Ideen und Pläne zur Erweiterung, Modernisierung und Vergrößerung der Schweißerei. Ziel ist die Erhöhung der Kapazität und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Im Dezember produzierten und lieferten wir für SIEMENS Fahrersitze für das Projekt „Thameslink“.

2014

Zu Beginn des Jahres fertigten wir erneut Sitze für Oberwagenkabinen für Mobilkräne der Fa. MATEC in Döbeln.

Am 28. Februar feierten wir unseren 20. Jahrestag.

Die bauliche Erweiterung des Zentrallagers wurde durchgeführt, da die vorhandenen Lagerkapazitäten für Fertigwaren, Verpackungsmaterialien, Schaumpolsterteile und Leergut nicht mehr ausreichten. Durch den Erweiterungsbau wurde die Lagerfläche um ca. 180 m2 vergrößert. Eine Ausstattung des Lagers mit Lagerregalen und Lagerbehältern rundete die Erweiterung ab.

2015

 Das über 20 Jahre erfolgreiche Wirken der Firma auf den nationalen und internationalen Märkten und die positive Geschäftsbilanz fanden durch die Auszeichnung des Geschäftsführers, Gesellschafters und Mitbegründers der Firma als „Unternehmer des Jahres 2015“ seine Würdigung.

 Im Rahmen eines Investitionsvorhabens im Gesamtumfang von 400,0 T€ wurde im 1. Halbjahr 2015 der „Anbau zur Erweiterung der Schweißerei“ realisiert. Damit wurden die räumlichen Kapazitäten der bisher vorhandenen Schweißerei erweitert und die Arbeitsbedingungen für die Schweißer erheblich verbessert. Dies wurde u.a. auch erreicht durch die Installation und Inbetriebnahme einer zentralen Absaugung und die Anschaffung von moderneren Schweißgeräten und entsprechender Schweißtechnik.

Zusätzlich wurde noch der Betriebshof saniert und durch die Verlegung der Betriebseinfahrt an die Nordseite des Betriebsgrundstückes zusätzliche Parkmöglichkeiten für die Mitarbeiter der Firma geschaffen.

2016

 Die MÖVE Fahrzeugsitze GmbH engagiert sich für nachhaltiges Wirtschaften, weil es der Geschäftsleitung ein Anliegen ist, die Umwelt zu schonen und mit den natürlichen Ressourcen sparsam umzugehen. Die Firma unterstützt das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen und ist deshalb dem Abkommen beigetreten, weil Nachhaltigkeit als ein ganzheitliches Prinzip verstanden wird, welches in sozialer, technologischer und ökonomischer Dimension in unserem Unternehmen gelebt wird.

Erstmals belieferten wir die Fa. HITACHI Rail aus Japan mit unseren Fahrer- und Beifahrersitzen für Schienenfahrzeuge.

Der Kaufmännische Geschäftsführer wurde als Mitglied in die Vollversammlung der IHK Erfurt gewählt und vertritt dort in der Wahlgruppe I die Interessen der Unternehmerschaft des Unstrut-Hainich-Kreises und des Landkreises Eichsfeld.

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